Alle Modelle der Sony RX100 Kompaktkamera im Vergleich – Und welche zu dir passt.

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Sony hat Mitte 2012 eine Kompaktkamera auf dem den Markt gebracht, die es in sich hat: die Sony RX100.

 

Hauptmerkmale der Sony RX100 Kameras sind unter anderem ein für die Kompaktklasse außergewöhnlich großer 1 Zoll Bildsensor, ein lichtstarkes Universalobjektiv und viele weitere Funktionen, die man nur von Spiegelreflexkameras kennt.

 

Jedes Jahr wurde die Kamera verbessert und mit neuen Funktionen erweitert. Nach der Sony RX100, RX100 II, RX100 III kommt Ende Juli / Anfang August das nächste Modell – die RX100 IV Kamera auf den Markt.

 

Die vorherigen Modelle bleiben weiterhin verfügbar, so dass inzwischen eine ganze Sony RX100 „Familie“ entstanden ist. Das Gute daran: mit jeder Weiterentwicklung der RX100 sank der Preis der Vormodelle.

 

 

Auf dem ersten Blick sehen die Kameras genau gleich aus. Dabei hat jedes Modell seine Eigenheit und seinen charakteristischen Anwendungsbereich. Für dich ist eventuell ein älteres Modell sinnvoller, als das neuste und teuerste Modell, die Sony RX100 IV.

Alle wichtigen Unterschiede im Vergleich und welches Modell passt zu dir?

Inhalt:

Sony RX100: Die Einsteiger-Kamera

Die erste RX100 Kamera war in 2012 eine der ersten Kompaktkameras mit einen – für diese Klasse – unüblich großen Bildsensor von 1 Zoll. Sie wurde damals als König der edel Kompaktkameras bezeichnet. Bis dato gab es nichts vergleichbares.

 

Je größer ein Bildsensor ist, umso lichtempfindlicher ist dieser und umso höher ist die Bildqualität. Welcher Sensor für dich der Richtige ist, kannst du hier nachlesen.

 

Selbst bei schwachen Lichtverhältnissen und einer ISO von 3.200 liefert der Bildsensor der RX100 Kamera Bilder in brauchbarer Qualität. Warum die ISO Einstellung so wichtig für gute Fotos ist, habe ich hier ausführlich beschrieben.

 

Mit der RX100 lassen sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Fotos schießen. Momente mit wenig Licht lassen sich, unverwackelt aus der Hand heraus fotografiert, problemlos festhalten. Selbst in einer stockdunklen Nacht kannst du mit der Kamera tolle Sternfotos machen.


Alle Modelle der Sony RX100 Kompaktkamera im Vergleich - Sternenfoto

Die Milchstrasse – Aufgenommen mit einer Sony RX100 II (F 1.8, 30s, ISO1600)


Sony hat die RX100 weiterentwickelt, neue Funktionen eingebaut und das Objektiv bzw. den Sensor verbessert. Mehr dazu im nächsten Abschnitt. Die Sony RX100 gibt es weiterhin zu kaufen und mit jedem neuen „großen Bruder“ wurde das Modell günstiger.

Fazit

Die RX100 ist ideal für Einsteiger mit geringem Budget. Trotz einiger Einschränkungen (kein WLAN, kein Klappdisplay, keine Kamera-Apps) kannst du damit sehr schöne und qualitativ hochwertige Fotos schießen. Für derzeit ca. 350€ ist sie die günstigste Kompaktkamera auf diesem Qualitätsniveau (in 2012 ca. 650€). In dieser Preisklasse bekommst du gegenwärtig entweder nur Bridge-Kameras mit separatem Objektiv (z.B. Samsung NX3300) oder Kompaktkameras mit kleinerem Bildsensor (z.B. Panasonic Lumix LX7)

Sony RX100 II: Die Allround Reisekamera

 

Im Vergleich zur Sony RX100 wurde das zweite Modell in erster Linie in der Kameraausstattung verändert. Funktionen wie ein integriertes WLAN, ein Klappdisplay und ein multifunktionaler Blitz-Schuh machen die Sony RX100 II zum Allround-Talent.

 

Die WLAN Funktion eröffnet komplett neue Möglichkeiten. Du kannst zum einen Fotos von deiner Kamera auf dein Smartphone kopieren, um diese z.B. bei Facebook zu posten oder über WhatsApp zu verschicken. Das ist ideal wenn du auf Reisen bist, und keinen Computer dabei hast. Zum anderen kannst du deine Kamera mit dem Smartphone bedienen. Das ist vor allem bei Selfies oder bei der Aufnahme von Zeitraffern sinnvoll.

 

Das Klappdisplay erlaubt es dir, neue Perspektiven zu erkunden. Egal ob du Fotos aus der Froschperspektive oder mit hoch gestreckten Armen machst, verrenken musst du dich mit der RX100 II nicht mehr. Leider ist der Monitor nicht um 180° schwenkbar, so dass Selfies nicht immer gleich beim ersten Mal sitzen.

 

Charakteristisch ist der Sockel auf der Oberseite der RX100 II, mit dem sich Zubehör aufstecken lässt. Auf diesen so genannten Blitz-Schuh lassen sich neben professionellen Blitzgeräten z.B. ein elektronischer Sucher, ein externes Stereo-Mikrofon oder eine LED Video Beleuchtung aufstecken. Diese Möglichkeit der Erweiterung macht die Kamera zum kompakten Allrounder. Die anderen RX100 Modelle haben im Vergleich zur RX100 II keinen integrierten Blitz-Schuh.


Fazit

Mit den oben genannten Funktionen, einem Bildsensor von 1 Zoll und einem Zoom von 3,6x (bis 100mm Kleinbild-Äquivalent) ist die Kamera ideal für Reisen. Sie passt in die Hosentasche, ist flexibel nutzbar und schont das Reisebudget.


Sony RX100 III: Die Selfie-Kamera

 

Verglichen mit der Sony RX100 II unterscheidet sich das dritte Modell vorwiegend durch das Objektiv. Dieses besitzt zwar nur noch einen optischen Zoom von 2,9x, ist allerdings mit einem besseren Weitwinkel ausgestattet – perfekt für Selfies. Mit ausgestrecktem Arm bekommst du damit auch alle deine Freunde mit auf das Bild. Besonders einfach macht es dir das Klappdisplay, das sich bei der RX100 III um 180° nach oben klappen lässt. So sitzt das Selfie-Foto gleich beim ersten Schuss.

 

Eine interessante Funktion der Sony RX100 III ist der, für Kompaktkameras eher unübliche, integrierte ND-Filter (oft auch als Grau-Filter bezeichnet). Der ND-Filter funktioniert wie eine Sonnenbrille und gibt dir mehr Gestaltungsspielraum.

 

Bei starker Sonneneinstrahlung ist normalerweise eine große Blende (z.B. 11) nötig, damit das Bild nicht überbelichtet wird. Mit einer großen Blende geht jedoch der Effekt der Hintergrundunschärfe verloren. Der ND-Filter lässt lediglich 12,5% des Lichtes durch, so dass der Effekt der Freistellung auch bei starker Sonneneinstrahlung möglich sind.


RX100 Kompaktkamera im Vergleich - Freistellen mit Hintergrundunschärfe - Schärfentiefe

Freistellungseffekt mit einer kleinen (offenen) Blende


Durch die Verdunklung verlängert sich außerdem die Belichtungszeit um den Faktor 8, so dass Langzeitbelichtungen bei Tag möglich sind. Zum Beispiel sind tolle Wasserfall-Fotos mit dem ND-Filter realisierbar. Entscheidest du dich für eines der beiden Vorgängermodelle, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne ND-Filter Langzeitbelichtungen am Tag durchführen.


Wasserfall Langzeitbelichtung 2 Sekunden ohne Graufilter 4693

Langzeitbelichtung ohne ND-Filter


Neu ist ebenfalls ein Sucher. Dieser lässt sich komplett im Gehäuse der Kompaktkamera versenken. Vor allem wenn du eine Spiegelreflexkamera gewohnt bist, wirst du diesen sicher lieben.

 

Im Sony PlayMemories Store kannst du dir mit der RX100 III sowohl gratis Apps als auch bezahlte Apps herunterladen. Zeitraffer, Light-Paintings, Motion-Shots, Sternspuraufnahmen und zahlreiche weitere Bildeffekte sind so im Handumdrehen, ohne den Einsatz eines Computers und speziellen Kenntnissen möglich.

 

Fazit

Die neuen Funktionen der Kamera haben einen echten Gimmick-Faktor. Besonders ist allerdings das Objektiv. Mit dem großem Weitwinkel bekommst du nicht nur „mehr“ auf das Foto, sondern in Kombination mit dem Klappdisplay ist die RX100 III ausgezeichnet für spontane Selfies mit deinen Freunden geeignet.

Sony RX100 IV: Die Kamera für Video-Action Helden

 

Bis auf den Bildsensor unterscheidet sich die RX100 IV kaum von dem Vorgänger-Modell. Der neue Exmor RS™ Bildsensor hat es allerdings in sich und macht diese Kompaktkamera einzigartig. Sie ist mit ultra-schnellen Schaltkreisen ausgestattet, so dass drei neue Funktionen ermöglicht werden:

  • Eine Belichtungszeit von bis zu 1/32.000 Sekunde
  • Aufnahme eines Full-HD Video mit bis zu 1000 Bildern/Sekunde
  • Videoaufnahmen in 4K

Was bringen dir diese Funktionen?

 

Dank eines elektronischen Blendenverschlusses kannst du Fotos mit einer Belichtungszeit machen, die 16 mal kürzer ist als bei den Vorgänger-Modellen. Das ermöglicht dir zum einen, schnelle Bewegungen gestochen scharf zu fotografieren. Zum anderen kannst du trotz starkem Sonnenlicht, Objekte mit einer weit geöffneten Blende freistellen. Neben der teureren Fujifilm X-T1 gibt es diese extrem kurze Belichtungszeit gegenwärtig in keiner anderen Kamera.

 

 

Die RX100 IV ist in der Lage ein Video in Full-HD Auflösung (1920×1080 Pixel) mit bis zu 1000 Bildern/Sekunde aufzunehmen. Mit dieser extrem hohen Aufnahmegeschwindigkeit hast du die Möglichkeit sehr schöne Zeitlupenaufnahmen zu filmen. In der Wiedergabe kann so ein Video ruckelfrei (25 Bilder/Sekunde) bis zu 40 fach langsamer dargestellt werden. Hier ein zwei Beispiele:

 









Hast du zu Hause einen 4K fähigen Fernseher oder Computerbildschirm? Dann ist dir sicherlich eine sehr hohe Auflösung deiner Videos wichtig. Mit der 4K Video Option kannst du mit der RX100 IV Videos mit 4 mal mehr Details aufnehmen als es bei Full-HD der Fall ist.

 

Um der hohen Aufnahmegeschwindigkeit gerecht zu werden, benötigst du für die RX100 IV Kamera eine spezielle SD-Karte: eine SDXC Karte der UHS-I U3 Klasse. Standard Speicherkarten haben eine zu geringe Übertragungsrate und würden die Kamera ausbremsen. Beachte, dass viele Geräte noch nicht für die Wiedergabe von 4K Videos geeignet sind bzw. sich dein Computer möglicherweise nur langsam durch die großen Datenmengen arbeiten kann. Ein 4K Video von 1 Minute erzeugt eine Videodatei mit ca. 750 MB.

 

Fazit

Die RX100 IV ist im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine echte Rakete. Mit der extrem schnellen Verschlusszeit, der Zeitlupenaufnahme und der Unterstützung von Videos in 4K Auflösung, ist diese Kompaktkamera genau richtig für Action Helden. Beim nächsten Snowboard-Sprung kannst du mit einem Zeitlupenvideo bei deinen Freunden punkten oder deine eigenen kinoreifen Filme drehen!

 

Vergleich der Sony RX100 Modelle
RX100 RX100 II RX100 III RX100 IV
Sensor Exmor R™ (1 Zoll 13,2 x 8,8 mm) Exmor RS™ (1 Zoll
13,2 x 8,8 mm)
Bildprozessor Bionz™ Bionz X™
Brennweite 28-100 mm 24-70 mm
Optischer Zoom 3,6x 2,9x
Abmessung 101,6 x 58,1 x 35,9 mm 101,6 x 58,1 x 41,0 mm
Gewicht 240g 281g 290g 298 g
WIFI Nein Ja
Kamera Apps Nein Ja
Sucher Nein Optional Ja (1,4 MP) Ja (2,3 MP)
Klappdisplay Nein Schwenkbar 84°/45° Schwenkbar 180°/45°
ND-Filter Nein Ja
Video Full-HD (2K) 4K
Bildrate Full-HD max. 50 Bilder/s max. 60 Bilder/s max. 1.000 Bilder/s
Belichtungszeiten 30s – 1/2.000s 30s – 1/32.000s
 
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Begriffe und Hintergründe

Bildsensor

Sony hat für seine eigenen Bildsensoren Markennamen etabliert, die für mehrere Bildsensor-Generationen stehen. Unter dem Namen Exmor R™ wurde ein so genannter „Back-Illuminated“ Sensor auf den Markt gebracht. Ins Deutsche übersetzt, könnte das zu Missverständnissen führen, denn der Sensor wird nicht von hinten beleuchtet!

 

Es handelt sich vielmehr um einen veränderten Aufbau des Sensors. Lagen bei älteren Bildsensor-Generationen die Schaltkreise zum Teil auf den Bildpixeln, wurden diese bei der Exmor R™ und Exmor RS™ Generation darunter gelegt. Die Teile des Bildpixels, die vorher im „Schatten“ lagen, können jetzt belichtet (illuminiert) werden. Der Bildsensor wird lichtempfindlicher.

  • Exmor™: Standard Generation mit Verdrahtung auf dem Bildpixeln („Front-Side Illumination“)
  • Exmor R™: Erste Generation mit „Back-Side Illumination“
  • Exmor RS™: Zweite Generation mit „Back-Side-Illumination“ und schnelleren Schaltkreisen

Bildprozessor

Die Hauptaufgabe des Bildprozessors ist die Verarbeitung der elektrischen Signale des Bildsensors zu einer Bilddatei. Sony entwickelte unter der Bezeichnung Bionz™ bzw. Bionz X™ eigene Bildprozessoren. Was hat es damit auf sich?

  • Bionz™: Im Grunde genommen ist der Prozessor ein vollwertiger Computer. Seine Aufgabe ist es, die Roh-Bild Informationen zu verarbeiten, den Auto-Fokus einzustellen, das Rauschen zu reduzieren und Farben bzw. Helligkeiten optimal zu berechnen.

Zu finden ist dieser Bildprozessor in zahlreichen Sony Kameras der NEX Serie, der Alpha Serie, in der RX100, RX100II und RX1

  • Bionz X™: Das X steht für die zweite Generation des Bildprozessors. Hier wurden hauptsächlich die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht, die Rauschreduktion verbessert und die Verfahren für Detailreproduktion und Farbtiefe aktualisiert. Mit anderen Worten, die Qualität der Fotos verbessert sich. Als Besonderheit von Bionz X™ zählt die Fähigkeit, Sony-Apps auf der Kamera auszuführen.

Zu finden ist dieser unter anderen in den Sony Kameras RX100 III, RX100 IV, RX10, RX10 II und Alpha 77 II


Welche Kamera nutzt du und was sind deine Erfahrungen? 


2 Kommentare

Albrecht Trenz says:

Juli 25, 2015 at 9:32 am

ICh benutze beim meinen Touren zwei Kameras. Eine Bridgekamera, dmc-fz100 und eine Kompaktkamera, dmc-ft5.
die Kompaktkamera ist eine outdoorkamera, bei jedem wetter einsetzbar und macht unter normalen lichtverhältnissen sehr gute bilder. die dmc-fz1000 ist ideal bei tieraufnahmen und videoprojekten. bild- und videoqualität sind bestens. allerdings ist bei Videoaufnahmen aus meiner sicht unbedingt ein externes mikrofon erforderlich, wegen den betriebsgeräuschen der kamera. ich nutze diese ausstattung fur die aufnahmen in meinem reiseblog und für vorträge.

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Stefan says:

Juli 26, 2015 at 8:34 am

Hallo Albrecht! Ich hatte früher auch eine Kamera mit integrieren Zoom-Objektiv. Diese Kameras sind extrem praktisch, vor allem wenn sie wasserdicht wie die FT5 sind. Nur leider sind diese Kameras immer mit sehr kleinem Sensor ausgestattet. Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es leider nicht.

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